Internationales Literaturfestival: Jordi Peidro

15/09/2019, 13:00 – 14:00 |Special: Graphic Novel Day | CHB – Collegium Hungaricum Berlin | Moderation Lilian Pithan | Preis 12 Euro / ermäßigt 8 | Ticketinfos

JORDI PEIDRO: MAUTHAUSEN (GRAPHIC NOVEL DAY)

Über 7.000 Spanier verloren in Mauthausen ihr Leben. Jordi Peidro schildert das Schicksal von Paco Aura, der ab 1936 gegen Francos Truppen sowie deren deutsche und italienische Verbündete kämpfte und schließlich ins KZ Mauthausen deportiert wurde. Das Buch »[ …] macht den Mechanismus deutlich, mit dem die Gefangenen systematisch gebrochen und zu Wesen ohne Identität gemacht worden sind.« [Darmstädter Echo]

Das Graphic Novel Day Ticket ist für alle Veranstaltungen des Graphic Novel Day am 15.09. gültig. 

 

© Alejandro Peidro

Jordi Peidro wurde 1965 in Alcoy in der spanischen Provinz Alicante geboren. Seit mehr als dreißig Jahren arbeitet er als Comiczeichner und ist Autor zahlreicher Theaterstücke und Romane.

Mit »La herencia del mar« (2014; unter dem Künstlernamen Melchor Mombo) lieferte er den ersten Teil einer Krimi-Reihe um einen Inspector Vivas, der ein Verbrechen in der Umgebung der Albufera de Valencia aufzuklären hat und es mit undurchsichtigen Familienverhältnissen, Korruption und Opportunismus zu tun bekommt. Bisher unveröffentlicht ist der zweite Teil »La ruta azul«. Im Bereich Comics publizierte er in den achtziger und neunziger Jahren die Bücher »El ojo africano« und »La bahía del ahogado« sowie eine Vielzahl von Kurzgeschichten in verschiedenen Zeitschriften. Nach einer langjährigen Pause erschienen ab 2014 weitere Veröffentlichungen in der Zeitschrift »Xiulit!« mit der Serie »Contes i llegendes« und »El sortilegi del genet iber« sowie die Bücher »San Francisco de Borja, Duque y Santo« und »El misterio del mundo solidario«. Peidros Graphic Novel »Esperaré siempre tu regreso« (2016), die ins Deutsche (»Mauthausen«, 2018) und Französische übersetzt wurde, behandelt ein historisches Thema und zeichnet die Lebensgeschichte von Francisco Aura Boronat nach. Mit 18 Jahren hatte er im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten gekämpft und war als sogenannter Rot-Spanier vor der Verfolgung durch Francos Truppen geflohen. In Frankreich beteiligte er sich an der Compagnie de Travailleurs Étrangers und wurde schließlich von deutschen Besatzungstruppen ins Konzentrationslager Mauthausen deportiert, wo insgesamt etwa 7000 republikanische Spanier inhaftiert waren. Nach vier Jahren und neun Monaten Gefangenschaft ging er nach der Befreiung zunächst als Minenarbeiter nach Frankreich und kehrte erst 1953 in seine Heimatstadt zurück. Für seine Graphic Novel »La Era de Acuario«, die 2020 auch auf Spanisch und Katalanisch erscheint, wurde er 2019 mit dem Valencia Graphic Novel Prize ausgezeichnet.

Neben dem Schreiben und Zeichnen war Peidro von 2000 bis 2005 künstlerischer Leiter des Terra-Natura-Themenparks, leitete von 2007 bis 2008 das Projekt »Cruïlla Cors« sowie 2011 bis 2012 die Show »Les Nits de lʼOceanogràfic« im Aquarium von Valencia. Außerdem realisierte er Kurzfilme, TV-Projekte, illustrierte Romane, Kurzgeschichten, Schulbücher und arbeitete in den Bereichen Werbung, Animation, Corporate Design, Bühnenbild und Textildesign. Er gab Workshops und unterrichtete an der Kunstschule von Valencia. Derzeit ist Peidro künstlerischer Leiter der Grupo Ilusiona, schreibt eine Theaterkomödie und arbeitet an einer Graphic Novel über den Spanischen Bürgerkrieg. Er lebt in Alcoi.

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