NRW Januar 2021 Kunst ~ Arte November 2020 Dezember 2020

Ausstellung Pablo Picasso & Dietrich Klinge – Graphik und Skulpturen

13.11.2020 - 16.01.2021, Galerie Boisserée, Drususgasse 7-11 D - 50667 Köln

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Leider kann die Eröffnung nicht wie gewohnt am Freitag, den 13. November 2020 stattfinden.
Es gibt jedoch die Möglichkeit die Ausstellung nach vorheriger Anmeldung in unterschiedlichen Zeitfenstern schon am Freitag, den 13. November 2020 zu besuchen.

Bitte kontaktieren Sie die Galerie unter Tel. 0221-2578519 bzw. galerie@boisseree.com

Pablo Picasso
“Grand nu de femme” (Großer weiblicher Akt)
“Grand nu dansant” (Großer tanzender Akt)

Zum Ausstellungsprogramm der Galerie Boisserée gehören Arbeiten aus dem graphischen Werk von Pablo Picasso genauso wie die Plastiken von Dietrich Klinge. Erstmals zeigt die Galerie nun eine Ausstellung, welche den inhaltlichen wie den formalen Gemeinsamkeiten in den Werken beider Künstler nachspürt.

Das Gesamtwerk von Pablo Picasso nimmt innerhalb der Kunstgeschichte einen besonderen Platz ein. Es ist getragen von der Innovationskraft des Künstlers auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Stilen. Er initiierte nicht nur neue künstlerische Ausdrucksformen. Was ihn besonders auszeichnet, ist die intensive Auseinandersetzung mit den künstlerischen Techniken. Im besonderen Maße wird dies innerhalb seines druckgraphischen Werkes deutlich. Jede Technik, in der er seine künstlerischen Ideen umsetzen wollte, machte er sich so sehr zu eigen, dass er sie nicht nur selbst meisterhaft beherrschte, sondern auch ihre Möglichkeiten erweiterte und für nachfolgende Generationen graphisch arbeitender Künstler optimierte.

Dietrich Klinge, dessen Plastiken in Europa, USA und Asien ausgestellt und gesammelt werden, verfolgt einen vergleichbaren Weg innerhalb der Bildhauerkunst. In alle Arbeitsschritte, von der ersten Idee über die Arbeitsschritte des Bronzegusses bis hin zur abschließenden Patinierung, ist der Künstler vollumfänglich involviert oder führt sie eigenhändig aus. Technisch herausfordernd ist das seinen Plastiken zugrunde liegende Spiel mit der Materialpräsenz und deren Wahrnehmung durch den Betrachter. Seine Arbeiten scheinen aus Holz gefertigt zu sein, während es sich aber tatsächlich um Bronzegüsse handelt. Der Gussform geht ein Holzmodell voran. Die Holzmodelle sind zumeist Verbindungen aus verschiedenen Holzteilen, die auch unterschiedlich bearbeitet worden sind. Spuren der Kettensäge oder des Holzbildhauerwerkzeuges, Äste, verwittertes oder gar verbranntes Holz, natürliche Brüche oder scharf gesetzte Schnitte, all dies ist auch in der bereits gegossenen Skulptur sichtbar. Durch äußerst kunstvolle Patinierung wird der optische Eindruck von Holz so unterstützt, dass das Auge des Betrachters erst von der Tatsache überzeugt werden muss, dass es sich tatsächlich um Bronze handelt. Klinge hat damit, ähnlich wie Picasso, die Möglichkeiten einer künstlerischen Technik erweitert und ihr neue Ausdrucksmöglichkeiten hinzugefügt.

Wenn nun die Arbeiten beider Künstler in einer Ausstellung zu sehen sind, so entstehen Dialoge zwischen den Werken. Beide Künstler zeigen in ihren Interpretationen menschlicher Figur formal vergleichbare Ansätze, denn beide lösen sich von naturalistischer Darstellung und suchen nach neuen Möglichkeiten der Sichtbarmachung menschlicher Körper und sind dabei Schöpfer gänzlich neu anmutender Wesen, die keiner dem Betrachter geläufigen Kategorien entsprechen. Einflüsse antiker und archaischer Kunst sind genauso Impulsgeber für die Werke der Künstler wie die antike Mythologie und die Kunstgeschichte selbst. Die Ausstellung ist ein Angebot, die vielfältigen Bezüge und auch Unterschiede zwischen den beiden Künstlern selbst zu erfahren und so die einzelnen Arbeiten im Kontext der Gegenüberstellung neu zu erleben.

Weitere Informationen hier

Pablo Picasso
“Le déjeuner sur l’herbe” (Frühstück im Freien)
“Le déjeuner sur l’herbe, d’après Manet. I” (Frühstück im Freien, nach Manet. I)

Exposición Pablo Picasso & Dietrich Klinge

La Galerie Boisserée presenta esta exposición que incluye obra gráfica de Pablo Picasso y esculturas de Dietrich Klinge. Por primera vez, la galería muestra una exposición que traza las similitudes entre las obras de ambos artistas en términos de contenido y forma.

Las obras completas de Pablo Picasso ocupan un lugar especial en la historia del arte gracias al poder innovador del artista en diferentes niveles y estilos. No sólo inició nuevas formas de expresión artística, lo que le distingue particularmente es el estudio intensivo de diferentes técnicas artísticas. Esto es particularmente evidente en su trabajo gráfico. Cada técnica en la que quería desarrollar sus ideas artísticas, la hizo tan propia que no sólo la dominó él mismo, sino que también amplió sus posibilidades y las optimizó para las futuras generaciones de artistas gráficos. Dietrich Klinge, cuyas esculturas están presentes en colecciones de Europa, EE.UU. y Asia, sigue un camino similar dentro del arte de la escultura. El artista está totalmente involucrado en todas las etapas de la obra, desde la idea inicial hasta el proceso de fundición de bronce y la patinación final, o las ejecuta él mismo. Sus obras parecen estar hechas de madera, aunque en realidad son de bronce. El molde de fundición está precedido por un modelo de madera. Los modelos de madera están formados normalmente por diferentes fragmentos de madera, que también han sido trabajados de manera diferente. Huellas de motosierra o de la herramienta del escultor, ramas, madera desgastada o incluso quemada, roturas naturales o cortes bruscos, todo esto es también visible en la escultura ya fundida. La impresión óptica de la madera se apoya en una patinación extremadamente artística de tal manera que el ojo del espectador debe primero convencerse de que es realmente de bronce. Klinge, como Picasso, ha ampliado así las posibilidades de una técnica artística y le ha añadido nuevas posibilidades expresivas.

Ahora, cuando las obras de ambos artistas se muestran en una exposición, se crean diálogos entre ellas. Ambos artistas muestran enfoques formalmente comparables en sus interpretaciones de la figura humana, ya que ambos se apartan de la representación naturalista y buscan nuevas formas de hacer visibles los cuerpos humanos, al tiempo que son creadores de seres de aspecto completamente nuevo que no corresponden a ninguna categoría familiar para el espectador. Las influencias del arte antiguo y arcaico son tanto una fuente de inspiración para las obras de los artistas como la mitología antigua y la propia historia del arte. La exposición es una posibilidad de experimentar las múltiples referencias y también las diferencias entre los dos artistas.

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