Salvador Victoria und Egon Karl Nicolaus

Ausstellungseröffnung 7. September 12-14 Uhr an der Galerie Seippel & Egon Karl Nicolaus Stiftung, Haus der Stiftungen, Zeughausstr. 26, 50667 Köln in Zusammenarbeit mit der Fundación-Museo Salvador Victoria. Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10-18 Uhr, samstags von 11-16 Uhr für die Öffentlichkeit kostenfrei zu besichtigen.

Salvador Victoria, Rouge, noir, blanc, 1960, Öl auf Leinwand, 80 x 60 cm, courtesy Fundación-Museo Salvador Victoria, Foto Patricia Allende

Victoria, geb. 1928 in Rubielos, kam bereits 1956 auf der Suche nach einer künstlerischen Avantgarde, welche er im Spanien Francos nicht fand, in die französische Hauptstadt. Nicolaus, 1928 in Hamburg geboren und bis dato in seinem Werk der konstruktivistischen Malerei verschrieben, folgte 1959. Im gleichen Jahr begegneten sich dort die beiden Künstler und begründeten eine enge Freundschaft. Beide trafen dort auf Tachismus und Informel, was sich schnell und deutlich in ihren Werken niederschlug. Wenngleich auch eigenständig, zeigt sich in den Bildern dieser Jahre unverkennbar die geistige Nähe und gemeinsame künstlerische Auseinandersetzung sowie enge Verbindung der beiden Maler. 1965, mit Victorias Rückkehr nach Spanien schlugen die Künstlerfreunde, welche weiterhin im engen Kontakt standen, auch im jeweiligen Werk eigene Wege ein.

In Nicolaus’ Arbeiten erschienen die ersten Zahlen, welche sich in den nächsten Jahren zum zentralen Motiv herausbildeten. Besann er sich in den 1970er Jahren auch wieder seinen konstruktivistischen Anfängen, so blieb doch die Zahl das Thema seiner Werke, auch als sein Pinselstrich in den 1980er Jahren wieder freier, breiter und gestischer wurde. Victoria arbeitete nun mit Collagen, Assemblagen aus ausgeschnittenen Leinwänden und Holzreliefs. Der Kreis wurde spätestens in den 1970er Jahren zum zentralen Motiv, erscheint dort klar und in geometrischer Perfektion, ehe er im Spätwerk ab den 1980er Jahren wieder malerisch aufgelöst, gebrochen wurde.

Die Ausstellung widmet sich im Erdgeschoss Arbeiten der beiden Künstler aus den gemeinsamen Pariser Jahren. Auf einer zweiten Etage zeigt sie anhand ausgewählter Arbeiten die weitere Entwicklung der beiden Werke auf.

Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 10-18 Uhr, samstags von 11-16 Uhr für die Öffentlichkeit kostenfrei zu besichtigen.