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Aitor Ortiz “Expanded Photography 2002-2018”

Galerie Springer Berlin

Vernissage: 27.09.2019, 19 Uhr / 7PM                    
Ausstellung: 28.09.2019 – 11.01.2020 

FASANENSTR. 13, 10623 BERLIN · TUE – FRI 12am – 6 pm, SAT 12am – 3 pm · www.galeriespringer.de

Die Galerie Springer Berlin präsentiert in der Ausstellung »Expanded
Photography 2002 – 2018« drei verschiedene Werkzyklen des baskischen Künstlers Aitor Ortiz, in denen auf überraschende und faszinierende Weise die Grenzen der klassischen Fotografie überschritten werden.
Höhepunkt der Ausstellung ist die Präsentation von Werken aus den zusammengehörigen Serien »Vicinay« und »Link« (2018). Vicinay ist eine Kettenfabrik im ehemaligen Industriegebiet Zorrotzaurre in Bilbao. Die Produktionsstätte, die über einen Zeitraum von 60 Jahren insgesamt 10.000 km Schiffsketten produzierte, wurde aufgrund von Stadtentwicklungsmaßnahmen und Gentrifizierung an einen neuen Standort verlagert. Ortiz, der in der Nähe des Industriestandortes aufwuchs und seit vielen Jahren mit seinem Atelier dort verwurzelt ist, ließ Teile der stählernen Bodenplatten in der ehemaligen Produktionsstätte stückweise und unter großem Aufwand herausnehmen. Diese schweren Stahlplatten sind gezeichnet von Verformungen, Falten und Narben, die durch das Ziehen von kilometerlangen, tonnenschweren, heißen Ketten über die Jahrzehnte
entstanden sind. Bei den Stahlplatten aus der Serie »Vicinay«, die in der Ausstellung im Original präsentiert werden (125 x 125 cm), handelt es sich also im erweiterten Sinne um Drucke oder Abdrucke.
Die dazugehörige Serie »Link« ist die fotografische Verarbeitung der Serie »Vicinay«. Mit großer Klarheit und markanter Schärfe kommen darin die jahrzehntelangen, den Stahlboden formenden bzw. verformenden Arbeitsprozesse und die dadurch verursachten Risse und „Verletzungen“ zum Ausdruck.
In den Serien »Espacio Latente« (2008/2018) und »Modular Mod« (2002) arbeitet Aitor Ortiz mit Raum, und Architektur als Ausgangselementen, um uns vor visuelle und kognitive Rätsel zu stellen. Seine Arbeiten, die er ausschließlich in Schwarzweiß präsentiert, gehen über die dokumentarische Architekturfotografie weit hinaus und betonen die mit der fotografischen Darstellung einhergehende Auflösung und Umwandlung des Realen. Ortiz hat ein fortwährendes Interesse daran, eine Reihe von Widersprüchlichkeiten zwischen der Darstellung und der Interpretation (Wahrnehmung) aufzuzeigen.


Über Aitor Ortiz:
Der 1971 in Bilbao geborene Künstler gilt als einer der bekanntesten spanischen Fotografen. Er war bereits in zahlreichen großen Museen in Europa, Asien und Amerika mit Gruppen- und Einzelausstellungen vertreten. Zu den großen Soloausstellungen zählen: Museo Universidad de Navarra, 2018, Fotografiska Stockholm, 2012, Sala Canal de Isabel II, Madrid (2012), Museo Guggenheim, Bilbao (2011). Das im Jahr 2011 bei Hatje Cantz erschienene Buch ist eine wichtige Monografie über sein Werk, für das er von Kritikern gefeiert und mit zahlreichen Preisen
ausgezeichnet wurde. Seine Arbeiten sind in vielen verschiedenen Sammlungen vertreten, einschließlich: Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, Museo Guggenheim Bilbao, Fundación La Caixa, AXA. Belgium, IVAM. Instituto Valenciano de Arte Moderno, Norman Foster Collection und viele andere.

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